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05.09.2017 | Inspired by | Christoph Dümmen

Inspired by Thomas Alva Edison – Was Digitalisierer vom Elektrisierer lernen können

Thomas Alva Edison ist der Erfinder der Glühbirne? Nein. Edison hat die Glühbirne perfektioniert, patentiert und marktfähig gemacht. Er hatte das, was es brauchte, um aus der Idee einen Erfolg zu machen: Unternehmergeist. Was wir von Thomas Alva Edison lernen können:

Thomas Alva Edison war ein Schwamm. Heute würden wir seine Methode vielleicht „design around” nennen. Technische Innovation entwickelte er oft entlang bestehender Lösungen und Patente. Er kombinierte sie clever und verhalf so neuen Technologien zum Durchbruch.

Sei ein Zauberer

Prominentestes Beispiel: Die Glühbirne, die Edison nicht wirklich erfunden hat. Denn schon 70 Jahre bevor der Amerikaner das Patent mit der Nummer 223 898 für sich beanspruchte, brachte der britische Chemiker Humphry Davy mit elektrischem Strom einen Platinfaden zum Glühen. Eine Entdeckung, die ohne flächendeckende Elektrizität allerdings bedeutungslos blieb. Etwa zur gleichen Zeit arbeitete der deutsche Uhrmacher Heinrich Göbel an einer Glühlampe mit Kohlefasern. Er meldete nie ein Patent an und konnte seine Arbeit nicht nachweisen. Und auch der Physiker Joseph Wilson Swan stellte 1879 eine Glühlampe vor, die verkohltes Papier als Leuchtfaden nutzte.

Dann kam Edison. Mit einer Show, die Steve Jobs vor Neid hätte erblassen lassen. 46 Stunden ließ er seine Glühbirne brennen und stellte damit, ganz nebenbei, einen neuen Rekord auf. Die Menge: begeistert. Das Patent: gesichert. Die Show wurde Edisons Markenzeichen und „Der Zauberer von Menlo Park” war seitdem sein Spitzname.

 

Entwickle Geschäfts­modelle, keine Produkte

Edison zu unterstellen, allein durch große Shows erfolgreich geworden zu sein, wäre ungerecht. Was ihn auszeichnete, war sein Geschäftssinn. Noch zu Lebzeiten verkündete der Erfinder stolz: „Ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar.” Andere mögen die guten Ideen vor ihm gehabt haben – Edison erkannte ihre Nützlichkeit und Marktlage und führte sie zum Erfolg. Die Glühbirne ist das beste Beispiel. Erst Edison war geschäftstüchtig genug, nicht nur Glühbirnen zu produzieren und zu vermarkten, sondern darüber hinaus in den Ausbau des Stromnetzes, in Kraftwerke, Schalter und Kabel zu investieren. Die Elektrifizierung, damals ein Schlagwort wie heute die Digitalisierung, war eines seiner wichtigsten Ziele – und er verfolgte es verbissen.

Mache Fehler und lerne daraus

Manchmal zu verbissen. Die Anfänge der Elektrifizierung prägte ein kräftezehrender Stromkrieg zwischen Edison und seinen Konkurrenten Nikola Tesla und George Westinghouse. Den Stromkrieg gewann Edison nicht. Westinghouse setzte sich mit dem Wechselstrom gegen Edisons Gleichstrom durch. Als Edison merkte, dass er sich verrannt hatte, zog er seinen letzten Trumpf: die Show. Er ließ öffentlich Tiere mit Wechselstrom exekutieren um die Öffentlichkeit von dessen Gefährlichkeit zu überzeugen. Erst sehr viel später gestand der Erfinder den Fehler ein, am Gleichstrom festgehalten zu haben.

„Ich bin ein Schwamm, denn ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar. Die meisten meiner Ideen gehören ursprünglich anderen Leute, die sich halt nicht mehr die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.“

Thomas Alva Edison

Untypisch für Edison, der Fehler sonst eher umarmte. Über seine vielen Versuche sagte er: „Von jeder der 200 Glühbirnen, die nicht funktionierten, habe ich etwas gelernt, das ich für den nächsten Versuch verwenden konnte.“ Auf die Frage, wie er das andauernde Scheitern weggesteckt habe, antwortete er: „Wieso Scheitern? Ich kenne jetzt über 1.000 Arten, wie man keine Glühbirne baut.” Eine Haltung, die wir heute „lean startup” nennen würden.

Drei Lektionen von Thomas Alva Edison

Nach Harvard-Professor Clayton M. Christensen sind große Innovatoren mit sechs sogenannten „Entdeckerfähigkeiten” ausgestattet. In seiner Liste auf Platz eins: Assoziieren – die Fähigkeit, Fragen, Probleme und Ideen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander zu verbinden. Oder anders gesagt: gekonnt klauen. Von Edison und vielen anderen großen Erfindern unserer Zeit lernen wir:

  1. Schaffe Innovation aus der Kombination von bestehenden Technologien und neuen Märkten.
  2. Denke nicht in Produkten, sondern in Geschäftsmodellen.
  3. Finde den echten Nutzen in Ideen.

Die Technologie muss nicht neu sein. Wichtig ist, dass ihre Anwendung genau zu Markt, Zielgruppe und Zeitgeist passt und vor allem: ein Problem löst. Dieses Ziel verfolgten große Innovatoren wie Thomas Alva Edison – und dieses Ziel verfolgen wir als Inspired. Lassen Sie sich inspirieren.

Martin Schmidt

Geschäftsführer

Wenn ich mit einem Kunden zusammenarbeite, dann sage ich „wir“ und nicht „ihr“. Ich bin Teamplayer – privat und beruflich. Seit 15 Jahren arbeite ich in der IT als Architekt und Führungsperson mit Personalverantwortung. Das ist weit mehr als ein Job. Das Hineinversetzen in Kunden und ihre Kunden, das kreative Lösen von Problemen, die Arbeit mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen – das wird von Tag zu Tag spannender.

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